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Christopher Ganer 1780

Informationen

Datum: 1780

Herkunft: London

Seriennummer: —-

Der Korpus des zierlichen und eleganten Instrumentes ist aus massivem Mahagoni und reich mit eingelegten Zierbändern verziert. Das originale Gestell, auf welchem das Instrument liegt, ist an den Seiten mit Bronzeapplikationen verziert.

Die Untertasten sind mit Elfenbein und die Obertasten mit Ebenholz belegt. Je zwei kleine Ziereinkerbungen sind jeweils am Übergang der Untertasten zu den Obertasten aufgebracht, die mit Eisengallustinte eingefärbt wurde. Dieses Detail ist als Verzierungselement bei Tasten von Cembali sehr gebräuchlich gewesen und findet sich hier als dekoratives Überbleibsel. Es findet sich hauptsächlich nur bei sehr frühen Instrumenten.

Im Inneren befinden sich drei Registerzüge für eine geteilte Dämpfungsaufhebung und Lautenzug. Der Umfang beträgt 5 Oktaven (FF/GG – f3; ohne fis im Bass)

Die Hämmerchen sind mit Leder bezogen und das Instrument ist zweichörig besaitet. Bei der Mechanik handelt es sich um die englische single action nach Zumpe.

Das Vorsatzbrett ist reichhaltig mit Blumen und Girlanden bemalt und trägt die Signatur:

„Christopher Ganer Londini fecit 1780

No 47 Broad Street Soho“

Christopher Ganer wurde um 1750 in Leipzig geboren. Wie viele Instrumentenbauer verließ er den Kontinent und ist ab 1774 in England als Cembalo- und Klavierbauer (ebenso auch als Harfenbauer ab ca. Mitte der 1780er Jahre) nachweisbar. Zu dieser Zeit befand sich seine Werkstatt in der Broad Street 22, Golden Square, später dann in der Broad Street No. 47.

1774 heiratete er Lydia Willey und hatte vier Töchter und einen Sohn, der jedoch im Kindesalter starb.

Besonders bei den Instrumenten von Christopher Ganer ist, dass er neben den typischen „trestle-stands“ auch die ab 1777/78 in Mode kommenden „french-stands“ baute. Seine Fähigkeiten als ausgezeichneter Möbelschreiner ließen ihn besonders elegante und mit ausgesuchten Intarsien verzierte Instrumente bauen. Im Jahre 1782 baute er ein Instrument für Prinzessin Amelia. Alle seine Instrumente sind individuell gestaltet und keines gleicht dem anderen.

Bis ca. 1784 datierte Ganer seine Instrumente immer mit der lateinischen Aufschrift „Christopher Ganer Londini Fecit“.

Laut Literatur starb er 1811 (in einigen Quellen auch 1818).

 

Weitere erhaltene Instrumente von Christopher Ganer:

  • 1785 Tafelklavier (No. ?) Fondazione Cassa di Risparmio, Bologna Italien
  • 1785 Tafelklavier (No. ?) Eric Feller Early Keyboard Instruments Collection, Deutschland

 

 

Länge: 149,4 cm

Breite: 50,8 cm

Höhe: 20,3 cm

Umfang: 5 Oktaven – FF,GG – f3 (ohne fis im Bass)

Mechanik: single action

Pedale: 3 Registerzüge für geteilte Dämpfungsaufhebung und Laute

Signatur: "Christopher Ganer Londini fecit 1780 / No 47 Broad Street Soho"