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Chose English language

Georgius Pether ca. 1775

Informationen

Datum: 1775

Herkunft: London

Seriennummer: ---

Dieses Tafelklavier ist ein typisches Beispiel der Instrumente aus den 1770er Jahren in England. Das zierliche Instrument besticht durch schlichte Eleganz.

Auf dem originalen Gestell (trestle-stand) liegt das Instrument auf, welches aus Mahagoni mit umlaufenden Einlegearbeiten in unterschiedlichen Hölzern gebaut ist. Das Instrument verfügt über eine single action, zwei Registerzüge für eine geteilte Dämpfungsaufhebung.

Das Vorsatzbrett trägt in einer ovalen Kartusche die Signatur:

„Georgius Pether Londini Fecit

No. 9, Berner Street, Oxford – Street“

Der Umfang des Instrumentes beträgt 5 Oktaven (FF – f3) und ist durchgängig zweichörig bezogen. Die Tastatur ist aus Elfenbein und Ebenholz gearbeitet.

Ungewöhnlich bei dem Instrument ist, dass der Stimmstock halbkreisförmig angeordnet ist und nicht gerade. Weiterhin sind die Hammerstiele extrem dünn gehalten, was zu einer ganz leichten Spielweise führt.

Bisher sind einige wenige Instrumente erhalten. Interessant ist, dass Pether seine Instrumente mit zwei verschiedenen Signaturen auf dem Vorsatzbrett signiert. Auf einigen Instrumenten findet sich die Signatur:

Georgius Pether / from Mr Kirkman Londini Fecit / No. 61 Oxford Street

Mr. Kirkman” zeigt die Verbindung zu der Werkstatt von Kirkman, für die er scheinbar früher gearbeitet haben muss oder dort evtl. gelernt hatte.

Es ist anzunehmen, dass Pether die Form der Signatur verwendete, um einen größeren Absatz seiner Instrumente durch die Werbung mit Kirkman generieren zu können. Die Firma Kirkman galt als eine der besten Firmen mit einer langen Tradition im Cembalo- und Klavierbau. Eine gleiche Form der Werbung findet sich bei den Instrumenten der Firma Schoene & Co., die mit Johannes Zumpe warben. (vgl. Tafelklavier Schoene & Co. 1788)

 

 

George Pether ist nur sehr wenig bekannt. Es ist aufgrund seines Namens anzunehmen, dass er wie viele Instrumentenbauer deutschsprachige Wurzeln hatte. Er war als Instrumentenbauer von ca. 1775 bis zu seinem Tod 1794 aktiv. Er hatte seine Werkstatt in der John Street No. 16 und der Oxford Street No. 61. Laut M. Clinkscale erfand er eine oberschlägige Mechanik, die er jedoch nicht patentieren lies.

 

 

Weitere erhaltene Instrumente von George Pether:

  • 1779 Tafelklavier – Western Australian Academy of Performing Arts, Edith Cowan University, Perth Australien
  • 1785 Tafelklavier – Privatsammlung, Buckinghamshire England

 

 

Georgius Pether, London ca. 1775 – Collection Eric Feller

 

 

 

Länge: 163 cm

Breite: 53 cm

Höhe: 20 cm

Umfang: 5 Oktaven (FF – f3)

Mechanik: single action

Pedale: 2 Registerzüge für geteilte Dämpfungsaufhebung

Signatur: "Georgius Pether Londini Fecit
No. 9, Berner Street, Oxford - Street"