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Clavichorde – Eric Feller Early Keyboard Instruments Collection https://www.ericfeller.de Private Collection Fri, 07 Feb 2025 10:55:30 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.5.24 Zuckermann nach Georg Woytzig (1688) 1990 https://www.ericfeller.de/instrumente/zuckermann-nach-georg-woytzig-1688-1990/ Fri, 07 Feb 2025 10:55:30 +0000 https://www.ericfeller.de/?post_type=instrumente&p=1061 Das Clavichord nimmt eine besondere Stellung in der Geschichte der Tasteninstrumente ein. Zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert diente es nicht nur als Übungsinstrument für Musiker, sondern wurde auch für solistische Darbietungen geschätzt. Seine herausragende Eigenschaft ist die Fähigkeit zur nuancierten Dynamikgestaltung, wodurch es sich von anderen zeitgenössischen Tasteninstrumenten wie dem Cembalo deutlich unterscheidet. Obwohl […]

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Das Clavichord nimmt eine besondere Stellung in der Geschichte der Tasteninstrumente ein. Zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert diente es nicht nur als Übungsinstrument für Musiker, sondern wurde auch für solistische Darbietungen geschätzt. Seine herausragende Eigenschaft ist die Fähigkeit zur nuancierten Dynamikgestaltung, wodurch es sich von anderen zeitgenössischen Tasteninstrumenten wie dem Cembalo deutlich unterscheidet.

Obwohl das Clavichord im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert zunehmend vom fortschrittlicheren Hammerklavier verdrängt wurde, erfuhr es im 20. Jahrhundert durch die historische Aufführungspraxis, angeführt durch Wanda Landowska (1879 – 1959) eine erneute Wertschätzung. In der modernen Musikwissenschaft dient es als Schlüsselinstrument zur Erforschung der Spielpraxis und des musikalischen Ausdrucks der Barock- und Frühklassik-Zeit. Die Beschäftigung mit dem Clavichord bietet somit nicht nur eine Rückbesinnung auf vergangene Musiziertraditionen, sondern auch eine tiefere Einsicht in die Klangästhetik einer Epoche, in der die Verbindung zwischen Musiker und Instrument unmittelbarer und persönlicher war als je zuvor.

Clavichord Zuckermann King of Sweden, c. 1990 - Eric Feller Collection (2)

Clavichord Zuckermann King of Sweden, ca. 1990 nach Georg Woytzig (1688) – Eric Feller Collection (2)

 

Das hier vorgestellte Clavichord wurde aus einem Bausatz der Firma Zuckermann ca. 1990 gebaut, welcher in Anlehnung an ein Instrument von Georg Woytzig von 1688 konzipiert wurde. Dieses Modell wird von Zuckermann unter dem Namen „King of Sweden“ vermarktet und erfreut sich bei Musikern großer Beliebtheit. Durch die kompakte Form, das geringe Gewicht und dem tragfähigen Klang bietet dieses Instrument die Möglichkeit, die Literatur des 16. und frühen 17. Jahrhunderts authentisch wiedergeben zu können.

Clavichord Zuckermann King of Sweden, c. 1990 - Eric Feller Collection (3)

Clavichord Zuckermann King of Sweden, ca. 1990 nach Georg Woytzig (1688) – Eric Feller Collection (3)

 

Das Instrument verfügt über kein Gestell. Der Korpus ist aus amerikanischem Kirschholz gefertigt und der Resonanzboden aus Fichte. Die Tangenten sind aus Messing. Der Umfang beträgt 45 Tasten (C/E – c3), der Saitenbezug ist zweichörig und aus Messing. Das Clavichord ist dreifach gebunden. Das Spielen mit sogenannten „Bebungen“ ist sehr gut möglich. Als einziges mechanisches Tasteninstrument hat das Clavichord die Möglichkeit der Tonbeeinflussung auch noch nach dem Anschlagen der Taste. Durch ein periodisches Ändern des Druckes auf die Taste entsteht ein dem Vibrato ähnlicher Effekt.

Clavichord Zuckermann King of Sweden, c. 1990 - Eric Feller Collection (4)

Clavichord Zuckermann King of Sweden, ca. 1990 nach Georg Woytzig (1688) – Eric Feller Collection (4)

 

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Heugel 2013 https://www.ericfeller.de/instrumente/heugel-2013/ Wed, 17 Jan 2024 21:26:29 +0000 https://www.ericfeller.de/?post_type=instrumente&p=982 Die Entstehung des Clavichords ist eng mit der Entwicklung der Musik und der Handwerkskunst verbunden und ging aus der Mechanisierung von Psalterium und Monochord hervor. Die Ursprünge dieses Instruments lassen sich bis ins 14. Jahrhundert verfolgen. Während des 15. Jahrhunderts erlebte das Instrument fortschreitende Veränderungen. Die Einführung mehrerer Saiten und die Verfeinerung der Mechanik führten […]

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Die Entstehung des Clavichords ist eng mit der Entwicklung der Musik und der Handwerkskunst verbunden und ging aus der Mechanisierung von Psalterium und Monochord hervor. Die Ursprünge dieses Instruments lassen sich bis ins 14. Jahrhundert verfolgen. Während des 15. Jahrhunderts erlebte das Instrument fortschreitende Veränderungen. Die Einführung mehrerer Saiten und die Verfeinerung der Mechanik führten zu einer erweiterten Klangpalette und ermöglichten dem Musiker, dynamischere Nuancen zu erzeugen. Diese Entwicklung trug dazu bei, Akkorde und komplexe Harmonien zu spielen.

Die Blütezeit des Clavichords lag im 17. und 18. Jahrhundert, insbesondere in Mitteleuropa. Die deutschen und skandinavischen Regionen wurden zu wichtigen Zentren für die Herstellung dieses Instruments. Instrumentenbauer, darunter namhafte Persönlichkeiten wie Gottfried Silbermann (1683 – 1753), Johann Adolph Hass (1713 – 1779) oder Christian Gottlob Hubert (1714 – 1793) trugen zur Perfektionierung des Clavichords bei, indem sie innovative Mechanismen und Bautechniken einführten.

Das Clavichord entwickelte sich weiter zu einem Instrument von großer Vielseitigkeit. Musiker wie Carl Philipp Emanuel Bach (1714 – 1788) und Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791) schätzten die expressive Natur des Clavichords, die es ermöglichte, feine emotionale Nuancen in der Musik zu vermitteln.

Clavichord Heugel, 2013 - Eric Feller Collection (2)

Clavichord Heugel, 2013 – Eric Feller Collection (Tastatur & Mechanik)

 

Dieses kleine tragbare Clavichord wurde 2013 nach Vorlagen von Originalinstrumenten aus dem 17. Jahrhundert aus einem Bausatz der Firma Heugel gefertigt. Der Korpus ist aus Eichenholz gebaut und das Instrument verfügt über keinerlei Beinen oder Gestell. Instrumente wie dieses hier werden einfach auf einen Tisch gestellt und dort gespielt. Durch das leichte Gewicht von nur 14 kg ist es ein ideales Reiseinstrument. Die Tastatur des Instrumentes ist aus Birnenbaum und Ebenholz gefertigt. Der Umfang beträgt 4 Oktaven plus 2 Töne (C – d3) und der Saitenbezug ist zweichörig und aus Messing. Das Clavichord ist ungebunden. Dies heißt, dass es für jede Taste ein Saitenpaar gibt.

Das Spielen mit sogenannten „Bebungen“ ist sehr gut möglich. Als einziges mechanisches Tasteninstrument hat das Clavichord die Möglichkeit der Tonbeeinflussung auch noch nach dem Anschlagen der Taste. Durch ein periodisches Ändern des Druckes auf die Taste entsteht ein dem Vibrato ähnlicher Effekt. Die Tangenten sind aus Messing gefertigt und der Resonanzboden wurde aus Fichte hergestellt.

Das Instrument zeichnet sich durch seinen singenden, zarten und lyrischen Klang aus.

Clavichord Heugel, 2013 - Eric Feller Collection (3)

Clavichord Heugel, 2013 – Eric Feller Collection (geschlossen)

 

 

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Neupert 1954 https://www.ericfeller.de/instrumente/neupert-1954/ Tue, 15 Dec 2020 18:10:10 +0000 https://www.ericfeller.de/?post_type=instrumente&p=724 Das Clavichord ist das wahrscheinlich älteste Tasteninstrument und lässt sich in schriftlichen und ikonographischen Quellen in Deutschland ab dem 15. Jahrhundert nachweisen. Über die genaue Entstehung ist relativ wenig bekannt. Sicher ist, dass das aus dem Altertum bekannte Monochord, die Orgel und die Drehleier Ideengeber für die Konstruktion des Clavichordes waren. Vorwiegend wurde das Clavichord […]

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Das Clavichord ist das wahrscheinlich älteste Tasteninstrument und lässt sich in schriftlichen und ikonographischen Quellen in Deutschland ab dem 15. Jahrhundert nachweisen. Über die genaue Entstehung ist relativ wenig bekannt. Sicher ist, dass das aus dem Altertum bekannte Monochord, die Orgel und die Drehleier Ideengeber für die Konstruktion des Clavichordes waren. Vorwiegend wurde das Clavichord als Übeinstrument genutzt. Seine kostengünstige Konstruktion, der geringe Pflegeaufwand und die Möglichkeit, es leicht zu transportieren machten es zu einem idealen Begleiter von Musikern und Komponisten.

Dieses große Clavichord stammt aus der deutschen Traditionsfabrik von Neupert in Bamberg und repräsentiert ein modernes Instrument aus der Nachkriegszeit. Anhand der Seriennummer kann es auf das Jahr 1954 datiert werden. Mit dem Aufkommen der historischen Aufführungspraxis wurde der Bau von Cembali, Spinetten und Clavichorden im 20. Jahrhundert wieder verstärkt aufgenommen.

 

Der Korpus ist aus Nussbaum und das Instrument verfügt über 4 geschwungenen Beinen im Chippendale-Stil. Auf der linken Seite befindet sich im inneren des Instrumentes die Signatur von Neupert sowie die gestempelte Seriennummer: 18588.

Die Tastatur des Instrumentes hat schwarzen Untertasten und weißen Obertasten. Der Umfang beträgt 5 Oktaven (FF – f3) und der Saitenbezug ist zweichörig. Das Clavichord ist ungebunden. Dies heißt, dass es für jede Taste ein Saitenpaar gibt. Im Unterschied zu dieser Bauweise steht das unsignierte Wiener Clavichord von ca. 1780 in der Eric Feller Collection (weitere Informationen zu diesem Instrument finden Sie hier).

Das Spielen mit sogenannten „Bebungen“ sehr gut möglich ist. Als einziges mechanisches Tasteninstrument hat das Clavichord die Möglichkeit der Tonbeeinflussung auch noch nach dem Anschlagen der Taste. Durch ein periodisches Ändern des Druckes auf die Taste entsteht ein dem Vibrato ähnlicher Effekt.

Das Instrument besticht durch seinen warmen und grundtönigen Klang und eine ausgezeichnete und leichte Spielweise. Aufgrund der Größe lässt sich, besonders im Bassbereich, ein vergleichsweise lauter Klang erzielen.

Das Instrument wurde in den 1950er Jahren von Rudolf Knop erworben, der 1967 die erste Leitung und den Aufbau der Musikschule Wolfsburg innehatte.

Rudolf Knop am Neupert Clavichord (ca. 1960)

Rudolf Knop am Neupert Clavichord (ca. 1960)

 

Rudolf Knop - Zeitungsartikel

Rudolf Knop – Zeitungsartikel vom 28.3.2017

 

 

Instrumente der Firma Neupert wurden in recht hohen Stückzahlen produziert, um die damalige Nachfrage an den wiederentdeckten „alten Instrumenten“ zu decken. Auch heute noch werden Instrumente produziert. Einen Überblick über die Geschichte der Firma Neupert finden Sie auf deren Webseite (klick hier).

 

 

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Johannes Morley 1968 https://www.ericfeller.de/instrumente/clavichord-johannes-morley-london-1968-eric-feller-collection/ Wed, 16 Oct 2019 16:53:57 +0000 https://www.ericfeller.de/?post_type=instrumente&p=645 Dieses kleine Clavichord stammt aus der Traditionsfabrik von John Morley in London und repräsentiert ein modernes Instrument aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Mit dem Aufkommen der historischen Aufführungspraxis wurde auch der Instrumentenbau von Cembali, Spinetten und Clavichorden im 20. Jahrhundert wieder verstärkt aufgenommen. Der Korpus des zierlichen Instrumentes ist weiß bemalt und steht […]

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Dieses kleine Clavichord stammt aus der Traditionsfabrik von John Morley in London und repräsentiert ein modernes Instrument aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Mit dem Aufkommen der historischen Aufführungspraxis wurde auch der Instrumentenbau von Cembali, Spinetten und Clavichorden im 20. Jahrhundert wieder verstärkt aufgenommen.

Der Korpus des zierlichen Instrumentes ist weiß bemalt und steht auf 4 kannelierten und sich nach unten hin verjüngenden Beinen. Die kleine Deckelklappe lässt sich nach unten öffnen und der Deckel ist innen blau bemalt und trägt in goldener Farbe die lateinische Inschrift:

“Musica Magnorum est solamen dulce laborum”

Diese Inschrift lässt sich bei einigen historischen Instrumenten finden und wurde gerne bei Kopien und Neubauten verwendet, um das Instrument weiter zu verzieren. In der Übersetzung heiß sie: „Musik ist ein süßer Trost für große Mühen.“

Das Vorsatzbrett ist mit der Aufschrift versehen:

„Johannes Morley Londini Fecit“

Die Tastatur des Instrumentes verfügt über schwarzen Untertasten und weißen Obertasten. Der Umfang beträgt 4 Oktaven und zwei Töne (CC – d3) und der Saitenbezug ist zweichörig. Das Clavichord ist ungebunden. Dies heißt, dass es für jede Taste ein Saitenpaar gibt. Im Unterschied zu dieser Bauweise steht das unsignierte Wiener Clavichord von ca. 1780 in der Eric Feller Collection (weitere Informationen zu diesem Instrument finden Sie hier).

Auch bei dem Clavichord von Johannes Morley ist der Tastentiefgang sehr gering, wodurch das Spielen mit so genannten „Bebungen“ sehr gut möglich ist. Als einziges mechanisches Tasteninstrument hat das Clavichord somit die Möglichkeit der Tonbeeinflussung auch noch nach dem Anschlagen der Taste. Durch ein periodisches Ändern des Druckes auf die Taste entsteht ein dem Vibrato ähnlicher Effekt.

Das gesamte Instrument zeigt eine hervorragende Verarbeitung und hat einen ausgesprochen süßen Klang. Aufgrund der geringen Größe und des geringen Gewichtes lässt es sich sehr gut als Reiseinstrument verwenden.

 

Die Instrumentenfirma Morley kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Einen Überblick über die Geschichte der Firma finden Sie auf deren Webseite (klick hier).

 

 

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Anonymus ca. 1780 https://www.ericfeller.de/instrumente/anonymus-ca-1780/ Wed, 28 Mar 2018 11:27:13 +0000 http://www.ericfeller.de/?post_type=instrumente&p=343 Das Clavichord nimmt innerhalb der Gruppe der Tasteninstrumente eine ganz besondere Rolle ein. Der leise und intime Klang war lange Zeit von vielen Musikern als das ideale Klangbild geschätzt – auch lange noch nach der Erfindung des Klaviers. In historischen Darstellungen galt das Clavichord deshalb lange Zeit als „das eigentliche Clavier“.   Der Korpus des […]

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Das Clavichord nimmt innerhalb der Gruppe der Tasteninstrumente eine ganz besondere Rolle ein. Der leise und intime Klang war lange Zeit von vielen Musikern als das ideale Klangbild geschätzt – auch lange noch nach der Erfindung des Klaviers. In historischen Darstellungen galt das Clavichord deshalb lange Zeit als „das eigentliche Clavier“.

 

Der Korpus des Instrumentes ist aus Nuss- und Mahagoniholz in verschiedenen Marketerien verarbeitet und mit Schellack poliert. Im Bereich der Tastatur ist das Instrument mit Vogelaugenahorn verziert. Am Korpusäußeren auf der rechten Frontseite lassen sich Spuren eines kleinen Schlosses finden, welches im Laufe der Zeit einmal abmontiert wurde und durch ein Stück Furnierholz ersetzt wurde. Die Tasten sind aus Ochsenknochen und Ebenholz gefertigt (wobei die Untertasten schwarz und die Obertasten weiß sind). Der Umfang beträgt 4 ½ Oktaven (CC – f3). Auf der linken Seite, neben der Tastatur, befindet sich ein kleines verstecktes Fach, indem Stimmwerkzeug und Ersatzsaiten gelagert werden konnten. Die Tangenten sind aus Eisen und die Tasten hinten geführt.

Das Clavichord verfügt zudem am Ende der Tasten der Klaviatur über ein eingekerbtes und schmales Vorsatzbrett. Dieses Merkmal ist eigentlich typisch für den Hammerklavierbau in Wien und zeigt, dass es sich bei dem Clavichord wohl um eine besondere Anfertigung auf Kundenwunsch von einem Klavierbauer handeln muss. Die Verarbeitung des Instrumentes ist von höchster handwerklicher Güte und zeigt die Sorgfalt, mit der das Instrument gebaut wurde.

Der Tastentiefgang ist sehr gering und die einzelnen Tasten sind sehr lang. Durch diese Bauart ist das Spielen mit so genannten „Bebungen“ sehr gut möglich. Als einziges mechanisches Tasteninstrument hat das Clavichord somit die Möglichkeit der Tonbeeinflussung auch noch nach dem Anschlagen der Taste. Durch ein periodisches Ändern des Drucks auf die Taste entsteht ein dem Vibrato ähnlicher Effekt.

Der Saitenbezug ist zweichörig und das Instrument ist teilweise gebunden. Bei gebundenen Clavichorden verwenden 2 bis 4 nebeneinander liegende Tasten dieselbe Saite oder dasselbe Saitenpaar zur Tonerzeugung. Die Tangenten treffen diese Saite (oder dieses Saitenpaar) somit an verschiedenen Stellen.

Clavichorde wurden von vielen Komponisten und Instrumentalisten auch nach Verbreitung des damals neuen Klaviers hoch geschätzt und gespielt. Trotz der geringen Lautstärke bieten sie ein beeindruckendes Klangspektrum.

Im 20. Jahrhundert erlebte das Clavichord eine Wiederentdeckung, insbesondere im Kontext der historischen Aufführungspraxis. Musiker und Instrumentenbauer begannen, sich wieder für die historischen Instrumente zu interessieren, und das Clavichord wurde in der Alten Musikszene wieder populär. Heute wird es von Musikern und Liebhabern der Alten Musik geschätzt und findet in Konzerten und Aufnahmen seinen Platz.

 

 

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